Percorsi Occitani

eine unglaubliche Erfolgsgeschichte und ein Beispiel für ein naturnahes, nachhaltiges Tourismusprojekt.
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Percorsi Occitani - Valle Maira

Eine Gruppe von Visionären, darunter öffentliche und nicht öffentliche Personen, engagierte Bergführer, ein charismatischer Präsident der Comunità Montana Valle Maira, Hoteliers, Restaurantbesitzer, Reiseveranstalter, Abenteurer und Wanderlustige hatten vor nahezu 20 Jahren eine einfache, aber in der Umsetzung sehr herausfordernde Idee: alte Wege des Mairatals, die in der Vergangenheit die an steilen Berghängen gelegenen Örtchen miteinander verbanden, als Wanderwege nutzbar zu machen. Vorbild waren hierfür die Grande Randonnée in Frankreich, die europäischen Weitwanderwege und natürlich auch die GTA, die große Alpenüberquerung, die Ende der siebziger Jahre entstand. Einmalig war die Idee, einen Rundwanderweg zu schaffen, auf dem man zwei Wochen lang mit unterschiedlich langen Etappen ein einzigartiges Tal mit all seiner Vielfalt erwandern kann. Von großem Nutzen dabei waren die schon bestehenden Unterkünfte der GTA wie Pagliero, Elva, Vernetti, Campo Base und Celle Macra, und in San Martino gab es ein kleines Gästehaus. Dies war aber nicht ausreichend. Für den neuen alten Wanderweg mussten in verträglichem Abstand um die bestehenden Häuser herum neue Unterkünfte geschaffen werden.

In Villar San Costanzo und Roccabruna gab es kleine Hotels, und in Macra wurden das alte Pfarrhaus und in Ussolo die alte Schule als Selbstversorgerunterkunft hergerichtet. Die Comunitá Montana gab eine kleine Broschüre heraus und los ging´s. Der Weg, in Villar San Costanzo beginnend, führte bis Chiappera am Talende und talauswärts über die Gardetta bis Tetti, ja bis Dronero, und wurde gelb gekennzeichnet.

Zeitgleich schrieb Werner Bätzing (der Alpenpapst, wie er gerne genannt wird) eine Neuausgabe des Wanderführers: GTA, der Süden. In ihm wurden erstmalig die „Percorsi Occitani“ in deutscher Sprache beschrieben. So in einem kleinen Insiderkreis bekannt geworden, kamen die ersten neugierigen „Entdecker“, unter ihnen auch die Transalpedes, eine Gruppe von „Alpenaktivisten“, auf ihrem Weg von Wien nach Nizza ins Valle Maira. Unter Ihnen war der Journalist und Autor Jürg Frischknecht, der wenig später mit seiner Partnerin und Mitautorin Ursula Bauer zurück kehrte. Das Valle Maira hatte sie beide gefangen genommen. Die Idee eines Wanderführers entstand, und 1999 erschien die erste Ausgabe von „Antipasti und alte Wege“ im Rotpunkt Verlag Zürich.

Nun begann die wirklich Erfolgsgeschichte der „Percorsi Occitani“. Mittlerweile wurde der Wanderführer siebenmal neu aufgelegt und überarbeitet. Den Autoren Ursula Bauer und Jürg Frischknecht gebührt damit ein „monumento nazionale“, weil der Erfolg ihres Buches gleichzeitig der Erfolg eines ambitionierten Tourismusprojekt geworden ist.

Die Kombination von gutem Essen und Wandern in einsamer unberührter Natur, von freundlichen Gastgebern und wilder Landschaft scheint der Garant für aktiven und erholsamen Urlaub zu sein. Seit nun 20 Jahren werden die „percorsi“ von der „Associazione Percorsi Occitani“, dem Verband der Hüttenwirte, betreut, publiziert und am Leben erhalten. Inzwischen hat die Organisation 18 Mitglieder. Atemberaubende Naturschönheit, gute Luft, hervorragende Wasserqualität und absolute Stille sind die Luxusgüter, die in Mitteleuropa nur noch selten zu finden sind. Im Valle Maira gibt es sie noch im Überfluss! Eigenwillige Architektur, wunderschöne romanische Kirchen, typische Musik, eine exzellente Küche und die umwerfende Gastfreundschaft der Menschen - alles in allem eine wunderbare Verbindung von Natur und Kultur lassen alle Wanderungen auf den „percorsi“ zu einem wunderbaren erholsamen Erlebnis werden.

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Percorsi Occitani - Valle Maira - Cartina

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